Der bedeutendste antike Pferdefriedhof Südwestdeutschlands wurde laut Informationen vom Landesamt für Denkmalpflege in Stuttgart gefunden. Mehr als einhundert Pferdeknochen wurden auf diesem Areal geborgen. Im frühen zweiten Jahrhundert galt dieser Ort als eines der Hauptquartiere der römischen Streitkräfte.
Die Untersuchungen wurden gemäß der Informationen vom Regierungspräsidium Stuttgart während eines Neubauprojektes im Stadtteil Bad Cannstadt durchgeführt. In den 1920er-Jahren hatte man bereits ersten Schatz an Pferderesten in dieser Region gefunden. Nun konnte man die neuesten Entdeckungen dem zweiten Jahrhundert n.Chr zuordnen. Christus datiert werden.
Bedeutung von Tieren im alten Rom
Die exakte Ausdehnung des Pferdefriedhofs in Stuttgart bleibt ungewiss. Die Tiere ruhten sich auf dem Areal an einem Ort nieder, der 200 Meter vom nächstgelegenen Wohngebiet entfernt lag. Bei einer Bestattungsstätte für ein Pferd entdeckten Forscher außerdem zwei Amphoren sowie eine kleinere Öl Lampe. „Wir bemerken hier eine sehr intensive Verbindung zwischen dem Besitzer und seinem Pferd“, erklärte die verantwortliche Archäologin Sarah Roth. „Selbst nach etwa 1.800 Jahren zeigt sich immer noch deutlich das Leid empfunden durch den Tod dieses einzelnen Tieres.“
Auswirkungen auf die Forschung
Gemäß dem Regierungspräsidium könnte der Fund zu neuen Einblicken bezüglich der Verwendung von Pferden in der römischen Armee führen.