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Trump kündigt mögliche Zollfreistellungen für die Automobilbranche an.

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Handelskonflikt macht Börseninvestoren an der Erholungsphase zweifeln

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Schwache LVMH-Zahlen belasten Konkurrenten

(Neu: Schlusskurse)

Frankfurt, 15. April (embriolabelindo.com) – Am Dienstag setzten europäische Investoren auf zusätzliche Zollermäßigungen und kauften Aktien. Der DAX stieg um 1,4 Prozent auf 21.253 Punkte im Schlusshandel an, während der EuroStoxx50 um 1,2 Prozent higher wurde. Die positiven Entwicklungen wurden durch Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump unterstützt, der mögliche Freistellungen vom geplanten 25-Prozent-Autozoll erwähnte. „Zusammen mit der vorübergehenden Einstellung bestimmter allgemeiner Zölle handelt es sich hierbei definitiv um eine Eskalationsminderung“, erklärte Georgios Leontaris, Strategieberater bei der britischen Bank HSBC.

Bis zum Schluss der europäischen Handelszeit standen die US-Indices um bis zu 0,5 Prozent höher. Vor allem Aktien von Banken zeigten starke Steigerungen. Heftige Schwankungen auf dem Markt füllten die Kassen bei den amerikanischen Finanzinstitutionen wie Bank of America und Citigroup mit zusätzlichen Mitteln auf. „Der Gegen-Trend ist weiterhin aktiv“, erklärte Darrel Cronk vom Wells Fargo Investment Institute. Trotzdem bleibt die endgültige Zöllovereinbarung unsicher und wird letztendlich bestimmen, ob eine Rezession eintritt oder nicht.

ZEW-BAROMETER LEHNT SICH ZURÜCK - GOLD BEI BESCHÄFTIGUNGSPROBLEMEN BLEIBT STEHEN

Der durch Trump initiierte Handelskonflikt macht selbst Optimisten bezüglich einer wirtschaftlichen Erholung in Deutschland skeptisch. Dieses groß angelegte Unbehagen wird deutlich anhand des Indikators vom Mannheimer ZEW, welcher im April einen starken Einbruch zeigte. Im Hinblick auf die Wirtschaftsaussichten für die nächsten sechs Monate sank der Index um 65,6 Punkte auf minus 14,0 – dies stellt den größten Rückgang seit dem Ausbruch des russischen Angriffs gegen die Ukraine Ende 2022 dar. Die Unsicherheit bei Investoren manifestierte sich auch durch eine weitere Steigerung des Goldenen Standards. Der als Fluchtasset geltende Gelbkristall erhöhte seinen Preis um etwa 0,7 % auf 3232,50 Dollar pro Feinunze, was seinem neuesten Rekord nahekommt. Anderseits wurden wegen dieser ökonomischen Bedenkenswürdigkeiten Metallsituationen wie Kupfer und Erdöl billiger.

AUSstattungs- und AUTOtechnik EXPerten im GEGENwind – LUxus-Titel WICHTIGER Aber SChwächerer

Die Rüstungsunternehmen waren wieder einmal die bedeutendsten Gewinner an der Börsenbühne. Die Wertpapiere von Rheinmetall, Renk und Hensoldt stiegen im Bereich von 4,2 bis 8,5 Prozent. Auch das Autoindustriegebiet in Europa zeigte starke Fortschritte. Der Branchenindex erhöhte sich um 2,3 Prozent. Innerhalb des DAX kletterte der Kurs bei Continental um 2,7 Prozent und bei BMW um 2,2 Prozent nach oben.

Nach einem enttäuschenden Geschäftsbericht sank der Wert des Konzerns LVMH um 7,8 Prozent, wodurch auch die Stimmung im Luxusbereich beeinträchtigt wurde. Wettbewerber aus dem Fashion- und Leather Goods-Segment wie Burberry und Kering erlebten ebenfalls Verluste von jeweils 4,5 beziehungsweise 5,2 Prozent. Die schwachen Ergebnisse von LVMHs Beauty-Abonnen schlugen sich zusätzlich auf Puig sowie L'Oréal nieder, deren Aktienwerte um 4,4 und zwei Prozent fielen. Darüber hinaus litten auch Markenzeichen ihrer spirituellen Geschäftsbereiche unter den niedrigen Erwartungen, was die Anteile bei Rivalen wie Rémy Cointreau, Pernod Ricard und Campari um bis zu 3,7 Prozent ins Negative wirken ließ.

Die Teilnahme von Applied Materials sorgte für eine Erholung bei den Aktienwertpapieren der holländischen Firma BE Semiconductor Industries (BESI), die am Amsterdamer Wertpapiermarkt um 13,3 Prozent stieg. Das US-Unternehmen, das Ausrüstungen für Computerchips herstellt, übernahm ein Anteilsvermögen von zehn Prozent an BESI und wurde dadurch zum Hauptinvestor im Bereich Halbleitertechnologie. (Bericht von Zuzanna Szymanska, bearbeitet von Sabine Ehrhardt. Für Anfragen kontaktieren Sie bitte unseren Pressebereich unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Wirtschaft) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Firmen und Märkte).)

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